Erneute Terminverschiebung – Kundgebung findet trotzdem statt

Liebe UnterstützerInnen,

schon am Donnerstag erreichte uns die Nachricht, dass unser Gerichtstermin, der für den 10. Dezember um 8.30 angesetzt war, erneut verschoben wurde. Wir haben bis heute mit dieser Mitteilung gewartet, in der Hoffnung, euch gleich den neuen Termin bekannt geben zu können. Doch laut Gericht, liegt die Akte noch dem Richter vor und ein neuer Termin wurde noch nicht festgelegt.

Viele UnterstützerInnen, insbesondere diejenigen, die an der Organisation des Prozesstages beteiligt waren, haben sich dafür ausgesprochen, die geplante Kundgebung trotzdem stattfinden zu lassen. Die Flyer sind bereits verteilt worden. Ihre Arbeiten und Mühen sollen nicht umsonst gewesen sein. Wir befürworten dies und wollen es zum Anlass nehmen ein Zeichen gegen die Lebensmittelverschwendung zu setzen, weiter darüber zu informieren und einen Ort der Versammlung und des Austausches zu schaffen. So findet, wie gehabt, die Kundgebung am 10. Dezember statt. Mit dem Programm werden wir jedoch erst um 10Uhr beginnen.

Die neue Verschiebung des Prozesses kam unerwartet. Die genannten dienstlichen Gründe sind für uns nicht weiter einsichtig. Doch wir hoffen weiterhin auf eure Unterstützung, sodass auch auf dem Weg zum nächsten Termin eine breite Öffentlichkeit bestehen bleibt. Wir setzen uns nicht allein für unsere Straffreiheit ein, sondern für alle anderen LebensmittelretterInnen, die in die Gefahr laufen, für ihr Handeln strafrechtlich verfolgt zu werden. Der nächste Fall ist ein Fall zu viel. Ein Freispruch wird somit weiterhin von unserer Seite angestrebt.

Weiterhin möchten wir an die Öffentlichkeit treten. In diesem Sinne wollen wir auf den Weltklima-Aktionstag vom 8. Dezember aufmerksam machen. Von 11 bis 14Uhr wird es eine Kundgebung in der Schützenstraße zwischen Stachus und Hauptbahnhof geben. Auch zu diesem Anlass wird die Lebensmittelverschwendung in einem Redebeitrag thematisiert und in ihren Zusammenhängen zum aktuellen Diskurs über Klimagerechtigkeit betrachtet werden.

Die Online-Petition für eine Gesetzesänderung haben bereits mehr als 13.000 Menschen unterschrieben. Nicht zuletzt die Zahl der Unterschriften führt uns vor Augen, wie groß das Interesse an der Thematik ist. Die Unterstützung, die wir in den letzten Wochen erfahren haben, hat uns gezeigt, welch dringender Handlungsbedarf besteht, dieses Thema auch politisch anzugehen. Es darf nicht aus dem Blick geraten, sondern sollte noch viel mehr in den aktuellen Debatten seinen Platz finden. Deswegen wollen wir uns auch in Zukunft unabhängig von unserem persönlichen Fall diesem Thema annehmen und in einem gesellschaftlichen und politischen Rahmen zur Diskussion stellen. Weitere Aktionen sind geplant und werden in den nächsten Wochen Form annehmen. Hierzu werden Informationen auf unserem Blog bekannt gegeben.

Somit liegt es auch weiterhin in unserem Interesse, wenn ihr unser Thema aufgreift, darüber berichtet und mobilisiert. Wir stehen natürlich gerne weiter für Fragen zur Verfügung und sind offen für Ideen und Vorschläge. Wir möchten euch noch einmal herzlich zur unserer Kundgebung einladen:

10. Dezember ab 10Uhr vor dem Amtsgericht Fürstenfeldbruck, Stadelbergerstraße 5

Es gibt interessante Redebeiträge, Musik und einen Essensstand mit leckerem gerettetem Essen und heißen Getränken gegen die Kälte. Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch.

Solidarische Grüße,

Franzi & Caro