Morgen wird Julia Klöckner eine neue Strategie zur Eindämmung des Lebensmittelmülls vorstellen

Morgen wird Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, in der Kabinettssitzung ihre neue Strategie vorstellen, wie die Bundesregierung ihr Ziel erreichen möchte, die Lebensmittelverschwendung in Deutschland bis 2030 zu halbieren. Wir begrüßen es sehr, dass die Bundesregierung nun Initiative zeigt. Das Thema Lebensmittelverschwendung ist wieder in die aktuellen politischen Debatten eingezogen. So bezieht auch Angela Merkel Stellung und geht auf die Kampagne „Zu gut für die Tonne“ der Bundesregierung ein. Diese Kampagne wendet sich an Verbraucher*innen und weist auf ihre Verantwortung beim Thema Lebensmittelverschwendung hin. Laut WWF Studie, werden etwa 40% des Lebensmittelmülls in Deutschland in den Privathaushalten verursacht. Auch wir sind der Meinung, dass sich hier etwas ändern muss, denn wir alle tragen Verantwortung und sollten unsere Welt bestmöglich mitgestalten. So sollte an dieser Stelle aber auch gehört werden, dass damit nicht genug getan ist. Zum einen reicht es nicht aus, auf Freiwilligkeit von Konsument*innen zu setzen, zum anderen reicht es nicht aus, nur ein Glied des Lebensmittelsystems in die Pflicht zu nehmen. In diesem Sinne fordern wir Julia Klöckner auf, in ihrer Strategie auch Lebensmittelproduktion und Handel in die Pflicht zu nehmen und bei einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zu unterstützen. Wir erleben, wie in den letzten Jahren der Diskurs um Nachhaltigkeit und Klimawandel vor allem auf der Verbraucherebene geführt wird und sehen, wie wenig Erfolg diese Strategie hat. Mit dieser Meinung stehen wir nicht alleine. Durch unseren Fall, sind erneut viele Stimmen laut geworden, die mit uns grundlegende und strukturelle Veränderungen fordern. Klimawandel und Umweltkatastrophen dulden keinen Aufschub! Deshalb appellieren wir an die Politiker*innen, vom verlauteten Tatendrang in Handlungen und Maßnahmen zur Umstrukturierung überzugehen. In Anlehnung an unsere Petition „Containern ist kein Verbrechen – wir brauchen eine Gesetzesänderung“ plädieren wir für eine Gesetzesänderung, die Supermärkte dazu verpflichtet, noch genießbare Lebensmittel weiter zu verteilen, wie es bereits in einigen europäischen Ländern praktiziert wird. Dies wäre der nächste sinnvolle und notwendige Schritt, dem weitere Maßnahmen folgen müssen!

Caro & Franzi


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